Rückblick GUIDES FORUM 2025: Ein ganzer Tag für Kultur, Haltung und strategische Impulse
07. Juli 2025
Was bewegt Organisationen in Zeiten von Veränderung, Fachkräftemangel und wachsendem Regulierungsdruck? Beim Guides Forum am 26. Juni 2025 stand die „Wert(e)orientierte Unternehmensführung“ im Mittelpunkt. In entspannter Atmosphäre gab es anregende Impulse, offene Diskussionen und persönliche Einblicke in ganz unterschiedliche Ansätze. Ein Rückblick auf einen Tag voller Perspektiven.
Rückblick auf das GUIDES FORUM am 26. Juni 2025: Wert(e)orientierte Unternehmensführung
Am 26. Juni 2025 fand unser zweites Kundenforum unter der Überschrift „Wert(e)orientierte Unternehmensführung“ statt, zu dem wir Kund:innen und Netzwerkpartner:innen aus ganz Deutschland bei uns in Bergisch Gladbach begrüßen konnten.
Ein genussvoller Auftakt
Bereits am Vorabend kamen viele Gäste bei Sonnenschein im Innenhof zusammen. Klaus Rüsing führte durch das Wein-Tasting und präsentierte eine feine Auswahl erstklassiger Weine. Kulinarisch wurden alle mit sowohl süßen als auch herzhaften Flammkuchen versorgt. Für einen besonderen Akzent sorgte Bernd Waldeck mit seiner Finanzcomedy und der ein oder andere Zaubertrick durfte auch nicht fehlen. Am Folgetag übernahm er auch die Moderation des Kundenforums und leitete uns souverän und humorvoll durch den Tag.
Kulturentwicklung zwischen Regulatorik, Wettbewerbsdruck und Kunden
Christian Brosch und Dennis Faulhaber, Berater der Frisco Guide GmbH und Geno Guide GmbH, machten mit ihrem Beitrag den Auftakt und gaben dem Tag eine zitronige Richtung. Ihr Vortrag spannte den Bogen zwischen Regulatorik, Wettbewerbsdruck und Kundenorientierung. Befragungen sind ein ideales Mittel, um Mitarbeitende an der Entwicklung der Organisation mitwirken zu lassen. Wichtig sei, dass sie gut durchdacht und nicht zu lang seien. Gerade im Bankenbereich ist eine starke Kultur entscheidend. Der Bankenwechsel für Kunden war selten so leicht wie heute. Und ja. An die Zitrone werden sich vermutlich alle erinnern. Kein anderes Obst bringt so treffend auf den Punkt, wie sich Kultur manchmal anfühlen kann.
Kulturentwicklung am Beispiel der Volksbank Erft eG
Volker Leisten, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Erft eG, berichtete praxisnah über die Gestaltung der Kultur in seiner Bank. Mitarbeitende werden durch regelmäßige Befragungen aktiv einbezogen. Seit 2013 wurden viele Formate eingesetzt. Ein wichtiges Learning war der gezielte Einsatz clusterbasierter Befragungen. Besonders betonte er die Wichtigkeit einer schnellen Kommunikation der Ergebnisse und Umsetzung möglicher Maßnahmen. Nur so entsteht echte Wirkung.
Deckungsbeitragsorientierte Geschäftsfeldsteuerung – eine kulturelle Herausforderung?
Michael Schlechter, Geschäftsführer der Geno Guide GmbH, zeigte auf, dass strategische Geschäftsfeldsteuerung weit über Zahlen hinausgeht. Es handelt sich um einen mehrjährigen Veränderungsprozess. Transparenz, Akzeptanz und Verantwortung bilden die Grundlage für eine anschließende Bewertung. Die technischen Voraussetzungen sind gegeben. Jetzt kommt es auf die Menschen an.
Transformation und Kultur – Warum das eine mit dem anderen besser funktioniert!
Jonas Müller, Berater bei bierend, zeller & partner, machte in seinem Vortrag deutlich, dass Transformation und Kultur eng miteinander verbunden sind. Mit einem klaren Fokus auf Perspektivwechsel zeigte er, wie bereits kleine Veränderungen wie ein anderer Sitzplatz den Blick auf Gewohntes verändern können. Wer sich in die Position anderer versetzt, erweitert nicht nur das eigene Verständnis, sondern stärkt auch die Bereitschaft zur Veränderung.
Werte als Herzschlag der Unternehmenskultur: Leistung durch Sinnhaftigkeit steigern
Mareike Boccola, geschäftsführende Gesellschafterin von HAUSCHILD GMBH & CO. KG, gab einen lebendigen Einblick in die Werte ihres Unternehmens, die das Handeln seit der Gründung durch ihren Vater prägen. Werte entstehen durch Vorleben, nicht durch Plakate! Und manchmal braucht es dafür auch einen „Dönerstag“. Werte leben bedeutet, sich miteinander umeinander zu kümmern – „We care about you“.
Bedeutung einer wirksamen Risikokultur für die Unternehmenswerte – ein Blick aus Sicht der Bankenaufsicht
Dominik Leichinger von der Deutschen Bundesbank hob hervor, wie sehr die Kultur auch für die Aufsicht an Bedeutung gewinnt. Die Risikokultur eines Hauses steht im Fokus. Feedbacksysteme wie 360-Grad-Verfahren werden genauer betrachtet. Eine intakte Kultur ist ein Schlüssel für eine tragfähige Risikostrategie.
Der krönende Abschluss: Eine Podiumsdiskussion über Haltung, Wirkung und den Mut zur gelebten Kultur
Zum Abschluss der Veranstaltung fand eine Podiumsdiskussion mit Volker Leisten, Gesa Hingmann, Mareike Boccola und Dominik Leichinger statt. Moderiert wurde das Gespräch erneut von Bernd Waldeck, der mit passenden Fragen und viel Gespür für Zwischentöne durch die Runde führte. Zwischen unterhaltsamen Schätzfragen und persönlichen Einschätzungen kristallisierte sich ein klares Fazit heraus. Die Kultur ist nicht nur wichtig. Sie wird in Zukunft noch sehr viel wichtiger. Alle waren sich einig: Kulturentwicklung gelingt nur dann, wenn sie erlebbar wird. Worte allein reichen nicht. Es müssen Taten folgen.
Danke für Ihr Kommen
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Teilnehmenden, an die Vortragenden, an unseren Moderator, an unseren Weinkenner und alle Personen im Hintergrund. Das GUIDES FORUM war ein voller Erfolg. Ein Tag voller Impulse, Gespräche und Begegnungen. Wir freuen uns auf das nächste Mal.
Dennis Faulhaber ist Berater aus Leidenschaft. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt in der Organisations- und Kulturentwicklung. Er wünscht sich, dass Banken und andere Organisationen den Wert ihrer Kultur erkennen und aktiv nutzen, um das Arbeitsleben der Menschen zufriedener zu gestalten. Privat ist Dennis Faulhaber sehr aktiv bei der DLRG und betreibt liebend gerne Cross Fit.